KPU-Test (Kryptopyrollurie): ein Test, der häufig positiv ist

Könnten Sie auch von KPU betroffen sein – so wie jeder Zehnte in etwa? Ist dies vielleicht die Ursache für Ihre chronischen Beschwerden, wie Müdigkeit und Schmerzen? Ein KPU-Test erfolgt über Ihren Urin.

Ich teste immer häufiger und meist mit positivem Ergebnis. Patientinnen und Patienten in der Naturheilpraxis kommen häufig mit diffusen Beschwerden und unklarer, bzw. gar keiner Diagnose. Häufig gleicht das Forschen nach einer Ursache der Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen. Bei unklarer Diagnose teste ich nun immer öfter auf KPU/HPU – insbesondere bei Frauen. Jeder 10. Mensch ist angeblich von KPU betroffen, dabei Frauen 10mal häufiger als Männer. Dies bedeutet, dass vermutlich jede 5. Frau von KPU betroffen ist – bei meinen Tests sind es eher neun von zehn.

 

KPU Test

KPU Test

Wobei das natürlich keine repräsentative Zahl darstellt, da mich ja in erster Linie Menschen kontaktieren, die nicht so ganz gesund sind…

Ich hatte hier schon vor einem Jahr einmal erklärt, was KPU ist. HPU (Hämopyrrollaktamurie) und KPU (Kryptopyrollurie) sind biochemisch gesehen unterschiedliche Störungen. In der Ursache und dem Ergebnis sind sie aber fast identisch und können daher „in einen Topf“ geworfen werden – ich schreibe hier der Einfachheit halber weiter über KPU.

Beim Abbau des Häms kann im Körper eine Störung vorliegen. Häm ist der rote Farbstoff in den roten Blutkörperchen, befindet sich auch den Enzymen, die für die Energiegewinnung des Körpers wichtig sind und auch in den Entgiftungsenzymen der Leber. Bei einer KPU wird das Häm fehlerhaft aufgebaut – es kommt folglich zu Störungen in der Energiegewinnung mit der Folge von Müdigkeit und der Entgiftung mit einer ganzen Reihe möglicher Folgen.

Das zweite große Problem bei der KPU ist, dass beim Abbau des Häms sogenannte Pyrrole enstehen, die eigentlich über den Darm ausgeschieden werden. Bei der KPU binden Pyrrole des fehlerhaft aufgebauten KPU-Häms nun allerdings an die wichtigen Mikronährstoffe Vitamin B6, Zink, Mangan und ggfs. auch Chrom. Diese werden in der Folge vermehrt über den Urin ausgeschieden. Der Körper erleidet einen Mangel an diesen Faktoren und hiervon abhängige Stoffwechselprozesse können nicht mehr reibungslos funktionieren. Die Symptome sind diffus und unspezifisch, melden sich häufig erst bei Stress – sei es psychischer Druck oder körperlicher Stress in Form von Infektionen, Übersäuerung oder chronischen, unerkannten Entzündungen.

Gerade die für die Entgiftung verantwortlichen Enzyme reagieren empfindlich, wenn die für Ihre Funktion erforderlichen Substanzen wie Vitamine und Mineralstoffe fehlen. Bei der KPU verbleiben also Stoffe, wie bspw. Schwermetalle, die eigentlich entgiftet werden müssen, im Körper. Schwermetalle selbst behindern aber auch die Entgiftung – es ist also ein regelrechter Teufelskreis, der hierdurch entsteht…

Ein Mangel an Vitamin B6 führt ebenfalls zu einer mangelnden Entgiftung. Wir benötigen bestimmte Aminosäuren im Körper. Aminosäuren sind die Bausteine von Proteinen (Eiweißen). Für deren Aufbau werden Enzyme benötigt, die alle Vitamin B6 als Cofaktor brauchen. Proteine befinden sich in jeder Zelle, in Hormonen und Botenstoffen und sind für den Stoffwechsel und das Immunsystem überaus wichtig. Es ist also nachvollziehbar, warum der durch die KPU verursachte Mangel an Vitamin B6 so viele verschiedene Symptome verursachen kann.

Gleichzeitig ist Vitamin B6 aber auch unerlässlich für die schnelle Entgiftung des Abbauproduktes der Aminosäuren, des Ammoniaks. Ammoniak ist ein starkes Zellgift. Fehlt Vitamin B6 verbleibt es im Körper und führt zu latenten Vergiftungen.

Auch Zink wirkt an über 300 Enzymen im Körper mit. Dass Zink wichtig ist für das Immunsystem, ist vielen Menschen bewusst. Es ist aber auch für einen guten Hormonhaushalt und das Funktionieren der Schilddrüse verantwortlich. Ein Mangel kann zu Depressionen und chronischer Müdigkeit führen. Vermehrt weiße Punkte in den Fingernägeln können auf einen Zinkmangel hinweisen.

Mangan ist schon weniger bekannt – nichtsdestotrotz ist es genauso notwendig für den Hormonhaushalt, gesunde Knochen und Gelenke, sowie eine gesunde Psyche. Chrom ist am Zuckerstoffwechsel beteiligt. Bei einer Glukoseintoleranz oder einem manifesten Diabetes II sollte immer nach Chrom geschaut werden.

Ein Mangel an Zink und Vitamin B6 kann zu chronischen Entzündungen der Darmschleimhaut führen. Diese können die Ursache für Nahrungsmittelunverträglichkeiten sein.

Unter anderen ist Vitamin B6 auch wichtig für die Umwandlung von Tryptophan in Serotonin, welches gemeinhin als das „Glückshormon“ gilt. Depressionen und neurologischer Erkrankungen können damit zusammenhängen.

Bei Fibromyalgie, einer Erkrankung mit starker Müdigkeit und chronischen Schmerzen, die am ganzen Körper auftreten können, ist häufig eine KPU festzustellen. Nicht nur, dass dem Körper wichtige Stoffe fehlen – in manchen Fällen lagern sich die Pyrrole im Gewebe ab und können zu diesen Schmerzen führen.

ADHS und ADS sind Diagnosen, bei den die Eltern die betroffenen Kinder auf KPU testen lassen sollten.

Ich könnte diese Liste hier seitenlang fortsetzen… Stattdessen stelle ich Ihnen hier einen Fragebogen zur Verfügung, den ich weitgehend dem Buch „KPU/HPU“ von Kyra und Sascha Kauffmann entnommen habe. Sollten Sie sich bei mehr als 3 Aussagen angesprochen fühlen, so ist ein Test auf KPU sinnvoll. Genauso, wie bei duffusen Beschwerden, insbesondere wenn Sie eine Frau sind.

Den Test erhalten Sie in meiner Praxis, können ihn aber im Internet auch selbst bestellen bei Medivere.

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Ist das Ergebnis positiv, so lassen Sie sich von mir beraten wie eine Therapie am Besten erfolgen sollte. Ich freue mich auf Ihren Anruf!