Fermentierte Lebensmittel für das Immunsystem

Fermentierte Lebensmittel verbessern das Immunsystem und die Darmflora. Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Arthritis oder Diabetes können profitieren. Was sind aber eigentlich fermentierte Lebensmittel?

Fermentierte Lebensmittel für Darmflora und Immunsystem

Fermentierte Lebensmittel für Darmflora und Immunsystem

Eine Studie der Stanford University hat letztes Jahr gezeigt, dass wir mit entsprechender Nahrung unseren Darmbakterien etwas Gutes tun können. Umso besser es diesen geht, desto gesünder sind auch wir. Vor allem unser Immunsystem profitiert von einer großen und gesunden Bakterienvielfalt.

Die zwei Teilnehmergruppen der Studie aßen 10 Wochen lang entweder fermentierte oder ballaststoffreiche Lebensmittel. Die beiden Diäten führten zu unterschiedlichen Auswirkungen auf das Darmmikrobiom und das Immunsystem.

Fermentierte Lebensmittel verbessern die Darmflora

Der Verzehr von Fermentiertem vergrößerte die allgemeine mikrobielle Vielfalt. Die Wirkung war umso stärkerer, desto größer die Portionen waren. Eine einfache Ernährungsumstellung kann also unser Mikrobiom verändern und verbessern.

Darüber hinaus zeigten einige Arten von Immunzellen eine geringere Aktivierung und die gemessenen Werte von bestimmten Entzündungsproteinen nahmen ab. Eines dieser Proteine ist Interleukin 6 – dies wird mit Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis, Typ-2-Diabetes und chronischem Stress in Verbindung gebracht. Der Verzehr fermentierter Lebensmittel kann laut den Forschern beim Halten des Körpergewichts helfen, sowie das Risiko von Diabetes, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern.

Diese positive Wirkung auf die Entzündungsproteine zeigte sich übrigens nicht bei der Gruppe, die ballaststoffreich gegessen hatte. Zwar hatten sie eine stabile Darmflora, aber keine Verbesserung. Ballaststoffe sind somit wichtig für den Erhalt der Darmbakterien, schließlich ernähren diese sich zum großen Teil von Ballaststoffen. Sie reichen aber nicht aus, um kurzfristig die Flora zu erhöhen.

Was sind fermentierte Lebensmittel?

Sauerkraut ist bei uns am bekanntesten. Aber auch bspw. Joghurt, Kefir, Apfelessig und Sauerteigbrot zählen dazu. Vor allem Gemüse wird fermentiert, das koreanische Kimchi ist auch bei uns bekannt. Fermentieren bedeutet „Gärung“. Diese wird durch bestimmte Pilze oder Bakterienkulturen eingeleitet. Bei diesem Prozess sinkt der pH-Wert. Dies dient der Haltbarmachung von Lebensmitteln. Der dabei entstehende Geschmack ist dementsprechend säuerlich.

Gemüse bspw. kann man mit Salzlake eingelegt allein fermentieren, andere Lebensmittel brauchen den Zusatz von Bakterienkulturen. Dies betrifft bspw. die Herstellung von Joghurt aus Milch.

Kombucha-Tee

Als besonders gesund gilt der Kombucha Tee. Dieser wird aus gesüßtem Tee und einem Kombuchapilz (Scoby genannt) hergestellt. Tee und Pilz werden zusammen 10-14 Tage zum Gären in ein Gefäß gegeben. Während dieses Prozesses baut der Pilz den Zucker ab. Der entstehende Tee ist leicht moussierend und schmeckt süßsauer. Ich empfehle, den Tee selber herzustellen. Dies ist einfach und wenn Sie planen, diesen regelmäßig zu trinken, auch deutlich günstiger als fertig gekaufter. Beim Fertig-Kombucha, wie er im Handel zu finden ist, achten Sie bitte dringend darauf, dass er nicht pasteurisiert ist.

Ich trinke seit Jahren täglich meinen Kombucha-Tee. Der Scoby ist mit der Zeit deutlich gewachsen und kann auch geteilt werden. Wer mich in meiner Küche besucht, dem fällt das große Glas meistens auf. Ich gebe zu, besonders lecker sieht der Anblick nicht aus – es wurde schon mit Quallen oder eingelegtem Gehirn verglichen… Übrigens kann man den Geschmack des Kombucha durch Zugabe von Kräuter wie bspw. Minze oder auch Holunderblüten immer mal verändern.

Ich habe auch schon mit dem Fermentieren von Gemüse experimentiert – allerdings mit wechselndem Erfolg. Wichtig ist hierbei eine ganz penible Sauberkeit und das korrekte Mischungsverhältnis der Lake. Dann aber lohnt sich der Aufwand – gesund und lecker.

Vorsicht ist bei fermentierten Lebensmitteln geboten für die Menschen, die mit dem Verzehr von Histamin ein Problem haben. Für diese könnten fermentierte Lebensmittel ggfs. ungeeignet sein.

Quelle:

https://med.stanford.edu/news/all-news/2021/07/fermented-food-diet-increases-microbiome-diversity-lowers-inflammation

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