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Was kann man eigentlich im Dunkelfeld so alles sehen?

Diese Frage wird mir oft gestellt und ich möchte Sie daher einladen, sich auf eine kleine Reise in den Mikrokosmos unseres Blutes zu begeben. Unter dem Mikroskop und bei der indirekten Beleuchtung im Dunkelfeld wird eine erstaunliche und vielseitige Welt sichtbar gemacht. Gerne zeige ich Ihnen ein paar Bilder von Zellen und anderen Erscheinungen im Blut.

Benötigt wird nur 1 kleiner Tropfen Blut um Aufschluss über Ihren Körper zu erhalten. Danach werden die Zellen werden lebend sofort und über mehrere Stunden oder gar Tage beobachtet. Denn dies ermöglicht einen Überblick über den Stoffwechsel des Patienten, die Entgiftungssituation und einen möglichen Nährstoffmangel.

Dunkelfeld Mikroskopie

Dunkelfeld Mikroskopie

Über die Form und die Größe der Blutzellen können Rückschlüsse auf die Stoffwechselleistung des Körpers gezogen werden, insbesondere auf die Funktion der Leber. Denn die Leber ist nicht nur eines unserer wichtigsten Entgiftungsorgane, sie produziert auch Eiweiße, die als Bausteine für die Membran der Zellen dienen.

Warum heißt es Dunkelfeld?

Unter dem Dunkelfeld Mikroskop werden die Blutzellen durch indirekte Beleuchtung sichtbar gemacht. Das können wir mit dem Sternenhimmel vergleichen. Die Sterne leuchten auch nicht selbst, sondern beleuchtet. Daher können wir sie auch nur nachts leuchten sehen. Gernauso werden mit Methode der Dunkelfeld Mikroskopie die Blutzellen ebenfalls mit hohem Kontrast sichtbar gemacht.

Blutzellen im Dunkelfeld gesunde Zellen

Blutzellen im Dunkelfeld gesunde Zellen

Blutzellen im Dunkelfeld gesunde Zellen

Blutzellen im Dunkelfeld gesunde Zellen (Monozyt, Lymphozyt, Granulozyt)

Gesundes Blut im Dunkelfeld

Auf diesen Aufnahmen sind frisch abgenommene Blutzellen zu erkennen, in 400facher und 1000facher Vergrößerung. Die weißen Kringel sind die roten Blutzellen (Erythrozyten). In einem Milliliter Blut sind normalerweise circa 4,2 bis 5,8 Millionen (!) von ihnen enthalten. Dann sehen wir mehrere Vertreter der weißen Blutzellen, die für die Abwehr und das Immunsystem wichtig sind: neutrophile Granulozyten, ein Monozyt und ein Lymphozyt. Weiße Blutkörperchen sind im gesunden Blut deutlich weniger vorhanden.

Bei der ersten Betrachtung des Blutes ist erst einmal wichtig, ob die roten Blutzellen gleichmäßig schön gerundet sind, gleich groß, oder ob es Größenunterschiede gibt. Kommen verformte oder gar verklumpte Zellen vor?

Blutzellen im Dunkelfeld Anisozytose

Blutzellen im Dunkelfeld Anisozytose

Auf diesem Bild sind deutliche Größenunterschiede zu erkennen (Anisozytose). Das gleichzeitige Auftreten zu kleiner und zu großer Blutzellen kann ein Hinweis sein auf eine Eisenmangelanämie, einen Vitamin B12- oder Folsäuremangel. Ein gestörter Leber- oder Nierenstoffwechsel, sowie Zellreifungsstörungen im Knochenmark sind ebenso mögliche Ursachen.

Blutzellen im Dunkelfeld Poikilozytose

Blutzellen im Dunkelfeld Poikilozytose

Anämien im Dunkelfeld

Bei einer Patientin mit ausgeprägter Eisenmangelanämie und Vitamin B12-Mangel habe ich diese zu kleinen, unrunden und verformten Erythrozyten gefunden. Die Zellmembranen sind instabil und die Zellen sehen aus wie Luftballons, aus denen die Luft entwichen ist.

Dunkelfeld Mikroskopie Kristalle

Dunkelfeld Mikroskopie Kristalle

Hinweise auf eine Übersäuerung des Gewebes sind verstärktes Auftreten von Kristallen im Blut.

Blutzellen im Dunkelfeld Riesensymplasten bei Übersäuerung

Blutzellen im Dunkelfeld Riesensymplasten bei Übersäuerung

Bei demselben, extrem übersäuerten Patienten haben sich diese Riesensymplasten nach einiger Zeit gebildet. Symplastenbildung sind immer ein Hinweis für eine Entgiftungsproblematik, so war es auch in diesem Falle.

Blutzellen im Dunkelfeld Symplasten bei mangelnder Entgiftung

Blutzellen im Dunkelfeld Symplasten bei mangelnder Entgiftung

Blutzellen im Dunkelfeld Symplasten bei mangelnder Entgiftung

Blutzellen im Dunkelfeld Symplasten bei mangelnder Entgiftung

Umso mehr dieser Symplasten auftreten, desto größer ist das Problem. Die Entgiftungs- und Ausscheidungsorgane arbeiten offensichtlich nicht richtig, der Körper scheidet die anfallenden Giftstoffe und Stoffwechselendprodukte nicht richtig aus. Bei Patienten mit chronischen Schmerzen sehe ich diese Bilder häufig.

Blutzellen im Dunkelfeld Autoimmunerkrankung

Blutzellen im Dunkelfeld Autoimmunerkrankung

Autoimmunerkrankungen im Dunkelfeld

Im Blut einer Patientin mit Multipler Sklerose konnte ich dieses Phänomen beobachten. Weiße Blutkörperchen, die eigentlich für die Abwehr von Fremdstoffen zuständig sind, greifen sich selbst an. Ein typischer Befund bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen.

Blutzellen im Dunkelfeld Säure-Basen-Haushalt

Blutzellen im Dunkelfeld Säure-Basen-Haushalt

Sogenannte Filite, das sind Eiweißfäden, finden sich bei Patienten, die oxidativem Stress ausgesetzt sind. Freien Radikalen im Körper werden zu wenig Antioxidantien durch die Ernährung gegenüber gesetzt oder der Verbrauch ist aufgrund chronischer Erkrankungen zu hoch. Es ist ein weiteres mögliches Zeichen für einen gestörten Säure-Basenhaushalt, aber auch für zu geringe Flüssigkeitszufuhr oder vorzeitige Gerinnung.

Blutzellen im Dunkelfeld Zellzerfall

Blutzellen im Dunkelfeld schneller Zellzerfall

Blutzellen im Dunkelfeld Zellzerfall

4 Stunden später: Blutzellen im Dunkelfeld Zellzerfall

Interessant ist, wie sich das Blut im Laufe der Zeit entwickelt. Zerfallen die Zellen sehr schnell, so steckt häufig eine überlastete oder erkrankte Leber dahinter. Auch eine pH-Wert Verschiebung oder eine Infektion können die Ursache sein. Zwischen diesen beiden Bildern liegen 4 Stunden Zeit. Im zweiten Bild sind an derselben Stelle des Ausschnitts schon weniger rote Blutzellen zu erkennen. Insbesondere aber der schnelle Zerfall der weißen Blutkörperchen ist sehr deutlich erkennbar. Normalerweise sind die Leukozyten noch viele Stunden nach Blutabnahme erkennbar und sogar aktiv. Gesunde rote Blutkörperchen sind auch noch nach Tagen unter dem Mikroskop gut gerundet sichtbar.

Blutzellen im Dunkelfeld parasitäre Belastung

Blutzellen im Dunkelfeld parasitäre Belastung

Parasitäre Belastungen

Bilden sich aber im Laufe der Zeit Gebilde aus den Blutzellen heraus, so kann von einer parasitären Belastung des Körpers ausgegangen werden. Denn in diesem Falle litt die Patientin schon seit Wochen unter Scabies, auch als „Krätze“ bekannt.

Blutzellen im Dunkelfeld Parasitäre Belastung Granulozyten

Blutzellen im Dunkelfeld Parasitäre Belastung Granulozyten

Beim Austreten parasitärer Wuchsformen aus den weißen Blutzellen ist von einem geschwächten Immunsystem auszugehen. Krankmachende Substanzen, Erreger haben sich in den Zellen versteckt und kommen nun beim vorzeitigen Absterben der Granulozyten zum Vorschein.

Blutzellen im Dunkelfeld parasitäre Belastung

Blutzellen im Dunkelfeld parasitäre Belastung

Bakterienformen kann man im Blut erkennen. Hingegen sind Borrelien bspw. nur bei einer frischen Infektion zu finden. So hat sich mir der Spruch aus meiner Ausbildung in der Dunkelfeldmikroskopie eingebrannt: „nicht alles was zappelt ist eine Borrelie“….

Blutzellen im Dunkelfeld kristalline Umwandlung bei schwerer Neurodermitis

Blutzellen im Dunkelfeld kristalline Umwandlung bei schwerer Neurodermitis

Und zuletzt habe ich noch dieses Bild einer kristallinen Umwandlung der Blutzellen. Dieses Bild zeigt, dass es sich um schwere, chronische Erkrankungen handelt. Hier ist das Blut eines Patienten zu sehen, der seit 40 Jahren und schwerster Neurodermitis leidet.

Habe ich Sie neugierig gemacht?

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