Die Schilddrüse: kleines Organ, große Wirkung

Eins, zwei, drei – bist du auch dabei? Mindestens jeder Dritte erfährt irgendwann in seinem Leben eine Störung der Schilddrüse. Jeder Vierte hat eine vergrößerte Schilddrüse, häufig in Kombination mit Knoten.

Schätzungen zufolge leidet mehr als jeder Zehnte an der autoimmunen „Hashimoto Thyreoditis“ – häufig ohne es zu wissen. Denn (aussagefähige) Untersuchungen auf Schilddrüsenerkrankungen gehören trotz ihrer Häufigkeit nicht zu den Standarduntersuchungen in den hausärztlichen Praxen. Aber auf einen Termin beim Facharzt kann man über ein Jahr warten.

Nach einem sehr aufschlussreichen Intensivseminar zum Thema Schilddrüse kann ich Ihnen nun eine qualifizierte und ganzheitliche Beratung zur Schilddrüsengesundheit anbieten. Lesen Sie, bei welchen Symptomen die Schilddrüse mal genauer betrachtet werden sollte.

Wenn die Schilddrüse aus dem Takt gerät

Die Schilddrüse befindet sich unterhalb des Kehlkopfes und hat ein Gewicht von nur 18 bis 60g. Aber wenn dieses Mini-Organ gestört ist, dann wirkt es sich gravierend auf den gesamten Körper aus. Ihre Hauptaufgabe ist die Produktion der Schilddrüsenhormone. Diese regen unseren Stoffwechsel an und beeinflussen stark unseren Energiehaushalt. Schon eine latente Schilddrüsenunterfunktion kann zu chronischer Müdigkeit und Übergewicht führen. Eine Überfunktion kann die Ursache für Ängste oder Herzrhythmusstörungen sein, kommt aber deutlich seltener vor.

Schilddrüse: das "Schmetterlingsorgan"

Schilddrüse: das „Schmetterlingsorgan“

Schilddrüsenerkrankungen sind sehr verbreitet und häufig werden sie übersehen oder nicht richtig behandelt. Warum ist das so? Um die Funktion der Schilddrüse wirklich beurteilen zu können, bedarf es mehrerer Blutwerte. Aber leider unterliegen die Hausärzte in ihrer Diagnostik und Therapie vorgegebenen Leitlinien. Diese sehen nur die Bestimmung eines einzelnen Wertes vor, dem übergeordneten TSH. TSH wird von der Hypophyse gebildet und regt die Schilddrüse zur Produktion von Hormonen an. Ein ansteigender TSH Wert zeigt normalerweise eine Unterfunktion. Allerdings ist ein normwertiger TSH alles andere als eine Garantie für eine ausreichende Versorgung mit Schilddrüsenhormonen: so einfach ist das alles leider nicht. Gerade das Hormonsystem ist viel komplexer, als dass es sich in Standardformeln festlegen ließe.

Bei den entsprechenden Symptomen sollten meiner Meinung nach unbedingt neben dem TSH auch die freien Schilddrüsenhormone (fT3 und fT4) bestimmt werden. Aber genau dies sehen die ärztlichen Leitlinien eben nicht vor, daher wird in der Regel nicht weiter untersucht. Wenn die Heizung ausfällt, dann überprüfen Sie ja auch nicht nur das Thermostat des Heizkörpers sondern gehen zur Fehlersuche in den Keller.

Wer nicht (unter)sucht, der findet auch nicht!

Nur die Bestimmung der Schilddrüsenhormone hat eine echte Aussagekraft. Sind diese eher niedrig oder hoch? Vor allem: wie stehen sie im Verhältnis zueinander? Dies alles sagt der Wert TSH alleine nicht aus.

Es gibt eine Vielzahl von Störfaktoren, v.a. Medikamente, chronische Entzündungen, Umwelt-Giftstoffe oder der allgegenwärtige Stress. Auch der Mangel an bestimmten Vitalstoffen kann zu Problemen führen. Allen voran steht Jodid, aber auch Selen, Eisen, Zink und Magnesium sind ungemein wichtig für die Funktion der Schilddrüse. Viele Menschen in unseren Breiten haben einen Mangel an Jodid und Selen aufgrund ihrer Ernährungsweise. Hauptsächlich junge Frauen leiden häufig unter Eisenmangel – vor allem Frauen entwickeln in jungen Jahren aber auch eine Störung der Schilddrüse. Nur Zufall?

Genaueres Hinsehen lohnt sich!

Auch ein leicht erhöhter oder im oberen Grenzbereich befindlicher TSH kann übrigens schon mitschuldig sein, wenn das Gewicht langsam, aber stetig zunimmt. Denn die sogenannten Normwerte sind noch lange keine Idealwerte.

Die Naturheilkunde kann auf vielfältige Weise unterstützen. Während beim Hausarzt meist allein L-Thyroxin als Hormonersatz verschrieben wird, stehen uns noch eine Vielzahl anderer Möglichkeiten zur Verfügung, eine schwächelnde oder aus dem Takt geratene Schilddrüse zu regulieren.

Die ärztliche Versorgung ist absolut unzureichend

Spezialist*innen für Schilddrüsenstörungen sind die Endokrinolog*innen (Arzt/Ärztin mit Spezialgebiet und Zusatzausbildung Hormonsystem). Diese sind aber überaus rar gesät, Termine sind wirklich schwer zu bekommen. Warum ist das so? 2016 gab es in Deutschland für ca. 120.000 Einwohner gerade mal eine*n (!) endokrinologischen Facharzt/ärztin. Kein Wunder, dass man hier in Dortmund bis zu einem Jahr auf einen Termin warten muss…

Gerne berate ich Sie, vereinbaren Sie einen Termin telefonisch oder online. Wenn einige der folgenden Symptome auf Sie zutreffen, dann sollte Ihre Schilddrüse Aufmerksamkeit bekommen. Wie gesagt: einer von dreien leidet irgendwann unter einer Schilddrüsenstörung.

Typische Symptome Schilddrüsenunterfunktion (müssen nicht alle auftreten)

  • Erniedrigte Körpertemperatur
  • Körperlicher und geistiger Leistungsabfall, Trägheit
  • Antriebsarmut, Depression
  • Müdigkeit, schnelle Erschöpfung, großes Schlafbedürfnis
  • Allgemeines Desinteresse
  • Haut: Trocken, kühl, teigig, blassgelb, schuppend
  • Gewichtszunahme
  • Trockenes, brüchiges Haar
  • Verstopfung
  • Raue, heisere Stimme
  • Erhöhter Cholesterinspiegel
  • Niedriger Blutdruck
  • Morgendliche Kopfschmerzen
  • Zyklusstörungen, ausbleibende Eisprünge
  • gestörte Spermareifung
  • Unfruchtbarkeit
  • bei älteren Menschen: motorische und geistige Retardierung, die dem Alter nicht entspricht und Depressionen

Typische Symptome Schilddrüsenüberfunktion (müssen nicht alle auftreten)

  • Struma (70 – 90 % der Patienten) – vergrößerte Schilddrüse
  • Psychomotorische Unruhe, Zittern, innerliches Zittern
  • gesteigerte Nervosität, Gereiztheit, Schlaflosigkeit
  • Ängste, Panikattacken
  • schneller Puls, erhöhter Ruhepuls
  • Herzrhythmusstörungen
  • Bluthochdruck
  • Gewichtsverlust (trotz Heißhungers)
  • Schlafstörungen
  • Warme feuchte Haut, weiches dünnes Haar
  • Druck, Enge, Kloßgefühl im Hals
  • Wärmeintoleranz, Schweißausbrüche, vermehrtes Schwitzen
  • Gesteigerte Stuhlfrequenz, evtl. Durchfälle
  • Myopathie: Schwäche der Oberschenkelmuskulatur
  • Osteoporose
  • Zyklusstörungen, zu kurze Zyklen
  • Vermehrte Wechseljahrsbeschwerden

Typische Symptome Hashimoto Thyreoditis

In der Anfangsphase kaum Symptome, später wechselnde Symptomatik einer Über- und Unterfunktion und in der Spätphase Symptome der Unterfunktion.

 

Quellen:

Herold, Innere Medizin

Bundesärztekammer

Blog Endokrinologie

Pharma Fakten

https://www.hashimoto-thyreoiditis.de/

 

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