Wissen Sie, wie es um Ihre Hormone bestellt ist? Alles im Gleichgewicht?

Was sind Hormone überhaupt, welche Auswirkungen haben sie und was kann im Körper alles passieren, wenn sie nicht im Gleichgewicht sind? Sind vielleicht die Hormone schuld, wenn es mit dem Abnehmen nicht klappt, oder wenn sie ständig müde sind und an Reizbarkeit leiden? Schlafstörungen und Konzentrationsmangel sind Klassiker bei einem gestörten Hormonhaushalt. Aber auch die Gefahr für Schlaganfälle und Herzinfarkte kann hierdurch steigen.

Sind Sie sich sicher, dass dieses Thema nichts für Sie ist?

Foto: Adobe Stock, © adrian_ilie825)

Unsere Körper haben zwei Systeme zur Übermittlung von Informationen und Befehlen: das Nervensystem und die Hormone. Letztere sind Botenstoffe, die über das Blut zu den Zellen transportiert werden. Während das Nervensystem sofort auf einen Reiz reagiert, benötigt das Hormonsystem deutlich länger um Veränderungen zu bewirken. So sind die Hormone für längerfristige Prozesse im Körper zuständig, wie bspw. Wachstum und Fortpflanzung, Wasser- und Energiehaushalt. Es gibt Hormone, die für die Verdauung wichtig sind. Andere steuern Stoffwechselvorgänge oder den Schlaf-Wachrhythmus. Ohne Hormone würden wir nicht überleben – und nicht nur weil wir uns nicht fortpflanzen würden…

Hormone sind fein aufeinander abgestimmt – daher störanfällig

Das Hormonsystem sind ganz fein aufeinander abgestimmte Kreisläufe, die aufgrund ihrer Komplexität sehr störanfällig sind. Verschiedene Organe sind beteiligt, von Hypothalamus und Hypophyse im Gehirn über Herz, Bauchspeicheldrüse, Magen, Nieren und Nebennieren bis zu Eierstöcken und Hoden. Die Schilddrüse ist den meisten Menschen bekannt, sie steuert wichtige Stoffwechselvorgänge. Sie gehört auch in der Schulmedizin zu den am besten beobachteten hormonproduzierenden Organen. Auf Probleme mit der Schilddrüse, meistens Unterfunktionen, treffe ich immer häufiger in meiner Praxis.

Was ist aber mit den anderen Hormonen? Warum interessiert sich kaum jemand für Progesteron beispielsweise? Ach – das brauchen Frauen nur, wenn sie schwanger werden wollen, Männer schon mal gar nicht. Ach ja – Männer haben sowieso keine Probleme mit den Hormonen… Issklar…..

Progesteron – brauche ich nicht… wirklich?

Progesteron ist ein Vorläufer für Cortisol und somit wichtig für die Stressverarbeitung und das Immunsystem, für unsere Leistungsbereitschaft und einen gesunden Schlaf- Wachrhythmus. Es schwemmt Wasser aus dem Körper, wandelt Fett in Energie um und verhindert somit Fettpölsterchen und Zellulite. Es ist zum einen am gesunden Wachstum von Haut und Haaren, sowie unserer Knochen beteiligt. Auf der anderen Seite kann es vor einem ausartenden Zellwachstum und somit vor Zysten und Tumoren schützen.

Dies ist nur ein Teil dessen, wofür Progesteron wichtig ist….

Unsere Umwelteinflüsse stören unseren Hormonhaushalt gewaltig. Über Östrogene im Leitungswasser haben viele schon gehört. Aber auch aus Erdöl hergestellte Produkte wie Kunststoffe, Reinigungsmittel und Kosmetika können Fremdöstrogene abgeben und somit unseren Hormonhaushalt durcheinander geraten lassen. Nicht zuletzt bringen natürlich Medikamente wie die Pille den Hormonhaushalt gewaltig durcheinander – katastrophalerweise schon bei jungen Mädchen, die sich noch im Wachstum befinden.

Bei unklaren Beschwerden, geringer Stressresistenz oder Problemen mit dem Gewicht sollten Sie einen Hormonspeicheltest veranlassen. Nur im Speichel lassen sich die Werte korrekt ermitteln. Vereinbaren Sie einen Termin mit mir, damit wie die richtigen Parameter bestimmen lassen.

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Quelle: Dr. med. Annelie Scheuernstuhl und HP Anne Hild: „natürliche Hormontherapie“, Aurum Verlag

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