Ganzheitliche Raucherentwöhnung

Raucherentwöhnung (Andreus/Shotshop.com)

Raucherentwöhnung (Foto © Andreus/Shotshop.com)

Vielen Menschen fällt es extrem schwer, mit dem Rauchen aufzuhören. Ich meine hiermit jetzt nicht die Genussraucher, die nur ab und zu mal eine Zigarette rauchen. Der größte Teil der Raucher empfindet jedoch keine Genusssteigerung durch das Rauchen, sondern kann einfach nicht anders und handelt aufgrund einer psychischen Abhängigkeit und einer antrainierten Verhaltensweise. Daher sollte Raucherentwöhnung ganzheitlich stattfinden und das Verhalten, sowie Körper und Geist einbeziehen.

Ich muss es hier noch einmal erwähnen, Rauchen ist extrem ungesund:

  • beim Verbrennen einer Zigarette entstehen mehr als 4800 chemische Stoffe. Hiervon stehen 90 im Verdacht oder sind erwiesenermaßen krebserregend.
  • Mehr als 110000 Todesfälle sind jedes Jahr in Deutschland auf die Folgen von Tabakkonsum zurückzuführen. Durchblutungsstörungen mit Schlaganfällen und Herzinfarkten zählen ebenso hierzu wie natürlich Krebserkrankungen. Lungenkrebs ist die vierthäufigste Todesursache in Deutschland. Aber auch das Risiko bspw. für Speiseröhren-, Magen-, Bauchspeicheldrüsenkrebs und Leukämien steigt mit jeder Zigarette.

Bei den meisten Rauchern entsteht irgendwann der Wunsch, von dieser Sucht wegzukommen. Es ist ungesund, es ist teuer, und bei Schmuddelwetter macht es keinen Spaß sich draußen mit der Kippe hinzustellen.

Auf der anderen Seite führt Rauchen vermeintlich zur Entspannung, es ermöglicht kleine Auszeiten vom Schreibtisch und ist bei der Arbeit durchaus kommunikationsfördernd. In manchen Betrieben sind vor allem die Raucher gut informiert, da Neues und Wichtiges nur im Raucherhäuschen weiter gegeben wird… Aus diesem Grunde sollte sich jeder Raucher darüber im Klaren sein, dass es in erster Linie sein ureigener Wille sein muss, der ihn von der Sucht weg bringt. Sollten noch so leise Zweifel bestehen, ob es tatsächlich gewünscht ist – dann ist meine (und jede andere) Methode nichts für Sie. Dann bleiben Sie lieber Raucher!

Wenn die gesundheitlichen Gründe noch nicht ausreichen, dann vielleicht die finanziellen. Haben Sie schon mal überlegt, wie viele Autos, Urlaubsreisen oder andere schöne Dinge Sie schon „verraucht“ haben? Machen Sie mal die Rechnung, dieser link ist hilfreich: Zigarettenrechner.

Auflösen der Abhängigkeit mit möglichst wenig Entzugssymptomen

Wenn Sie nun aber im Innersten entschlossen sind, wirklich ernsthaft mit dem Rauchen aufhören zu wollen: dann lassen Sie sich dabei unterstützen! In meiner Praxis biete ich Ihnen ein umfassendes Konzept zur Raucherentwöhnung an.

Abhängigkeit besteht bei vielen Rauchern zum einen aufgrund der puren Gewohnheit. In bestimmten Situationen wird einfach zur Zigarette gegriffen, ganz automatisch. Sie denken gar nicht darüber nach, diese Handlungen sind fester Bestandteil Ihres Alltags. Beim Wegfall dieser Gewohnheiten entsteht aber eine Lücke – und wie kann diese gefüllt werden? Die gute Nachricht bei dieser Frage ist: Ihr Unterbewusstsein weiß die Antwort darauf schon…

Auf der anderen Seite beeinflusst Nikotin als Nervengift aber auch das Nervensystem und die Psyche. Aus diesem Grunde entstehen zum Teil heftige Entzugssymptome, wie Nervosität, Unruhe und Ängste. Die Stimmung ist beim Versuch aufzuhören meist im Keller und manche Menschen werden regelrecht aggressiv.

Raucherentwöhnung basierend auf 4 Säulen

Da die Sucht des Rauchens aus verschiedenen Faktoren besteht, basiert die Raucherentwöhnung in meiner Praxis auf mehreren Säulen. Ein Stuhl steht auch erst mit 4 Beinen sicher…

1. Hypnose: Die Methode der Hypnose dient der Stärkung von Willenskraft und Motivation. Dies bedeutet aber noch einmal: Ihr eigener Wille (und nicht der Ihres Partners oder der Familie….) und die Selbstmotivation müssen in Ihnen vorhanden sein. Ansonsten sind diese und alle anderen Methoden zwecklos!

Während der Hypnosesitzung spreche ich mit Ihrem Unbewussten und rege es zu einer Veränderung ihrer Verhaltensmuster an. Ihr Unterbewusstes sucht gezielt das für Sie beste Verhalten aus und weiß, wann es Zeit ist für eine Ende – und für das Neue! Die psychische Abhängigkeit kann so gelöst werden.

2. Ohrakupunktur: Ergänzend zur Verhaltensänderung durch Hypnosetherapie setze ich die Ohrakupunktur ein. Dieses Verfahren ist bewährt um die Nerven zu beruhigen und insgesamt ruhiger und gelassener zu werden. Schlafstörungen, Reizbarkeit oder vermehrtes Schwitzen können durch die Ohrakupunktur reduziert werden.

Haben Sie Angst vor Nadeln? Keine Sorge – wir können die Punkte im Ohr auch mit Licht stimulieren. Das Monolux Gerät ist eine perfekte Alternative!

3. Phytotherapeutische, spagyrische und homöopathische Heilmittel dienen der Linderung eventuell auftretender Entzugserscheinungen. Mehr Gelassenheit und ein besseres Nervenkostüm können mit gezielt ausgesuchten Präparaten unterstützt werden. Auch eine Reinigung der Lunge und zusätzlich des Bindegewebes tun Körper und Seele gut. Eine gereinigte Lunge kann besser atmen, ein entgifteter Körper ist fitter. Der Stoffwechsel funktioniert somit besser und die von vielen Rauchern befürchtete Gefahr der Gewichtszunahme kann so vermieden oder zumindest vermindert werden.

4. Um Ihre Lungen nach den langen Jahren des Rauchens zu reinigen erhalten Sie von mir Tipps aus dem Reich der Heilpflanzen. Dem Ziel befreit durchatmen zu können kommen Sie so noch schneller entgegen.

Ihr Körper dankt es Ihnen, es ist nie zu spät!

Sind Sie noch nicht überzeugt und denken Sie, das lohnt nun auch nicht mehr? Dann lesen Sie die folgende Auflistung, denn das Rauchen lohnt sich aus gesundheitlichen Gründen wirklich. Die körperliche Regeneration erfolgt relativ schnell, da sich unsere Körperzellen im Laufe der Zeit ersetzen.

  • 20 Minuten nach der letzten Zigarette normalisieren sich der durch das Rauchen gesteigerte Blutdruck und die Herzfrequenz
  • 12 Stunden später stehen 10% der roten Blutkörperchen, die vorher durch Kohlenmonoxid blockiert waren, wieder für die Sauerstoffaufnahme zur Verfügung
  • 1 Tag später sinkt bereits das Risiko für einen plötzlichen Herztod
  • 2 Tage später werden Geruchs- und Geschmackssinn wieder sensibler
  • 7 Tage später ist der körperliche Nikotinentzug geschafft
  • 3 Monate später hat sich die Lungenkapazität um bis zu 30% erhöht – der Körper kann wieder mehr Sauerstoff aufnehmen und gewinnt an Leistungsfähigkeit
  • 9 Monate später sind die feinen Härchen in der Lunge weitgehend nachgewachsen –Raucherhusten und Kurzatmigkeit gehen zurück
  • 12 Monate später sinkt das Risiko einer koronaren Herzkrankheit um 50%
  • 5 Jahre später hat sich das Risiko für Schlaganfall, Lungenkrebs und Krebserkrankungen der Mundschleimhaut deutlich reduziert
  • 10 Jahre später hat sich die Lunge fast vollständig erholt. Präkanzeröse Zellen wurden durch gesunde ersetzt.
  • 15 Jahre später ist das Herzinfarktrisiko kaum höher als bei einem Nichtraucher

Ablauf und Kosten

Die Behandlung verteilt sich über 4 Termine. In einem ersten Gespräch klären wir Ihre Motivation zur Raucherentwöhnung, den Ablauf der Behandlungen und die eventuelle Medikation. Wann ist ein ein guter Zeitpunkt aufzuhören und wie erfolgt meine Unterstützung, um nicht wieder anzufangen.

Die folgenden drei Termine verteilen sich auf ca. eine Woche und dauern 1 bis 1 ½ Stunden. Eine Hypnosetherapiesitzung wird durch das Setzen von Akupunkturnadeln in Ihre Ohren ergänzt, wobei erst die Hypnose erfolgt und dann die Akupunktur. Ich setze Ihnen gegebenenfalls sogenannte Dauernadeln, die für mehrere Tage im Ohr verbleiben können (und sollen).

Diese vier Termine berechne ich pauschal mit 350€. Dies entspricht bei einem Durchschnittsraucher dem Gegenwert von 2,5 Monaten rauchen….

Diese vier Termine reichen in der Regel aus, um das Verlangen nach Zigaretten deutlich zu senken. Natürlich besteht jedoch wie bei allen Therapien keine 100%ige Erfolgsgarantie. Sollten Sie das Bedürfnis nach weiterer Unterstützung, bspw. weiterer Akupunktur oder tiefer gehender Entgiftung und Bindegewebsreinigung verspüren, so stehe ich Ihnen natürlich auch danach unterstützend zur Seite. Sie nachfolgenden Termine werden nach meinem üblichen Kostensatz berechnet.

Quellen:

  • onmeda.de
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
  • RKI
  • American Cancer Society